Wieso diskutieren wir darüber? Es hat sie ja eh schon jeder gesehen…
Dank den Medien.
Ich distanziere mich von jeglichem Inhalt der Initiative und finde diese sehr unappetitlich.
Aber ein Verbot ist meines Erachtens sinnlos geworden. Dank den lieben Medien, die das Plakat zwar verurteilen, aber es trotzdem riesengross abdrucken, spielt es keine Rolle mehr. Paradox, nicht? Man könnte auch Heuchlerei dazu sagen.
Julian Meier, 12. Oktober 2009
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"Meinungsfreiheit" besteht so oder so: Bauen wird lokal über Baugesetze und Anwohnereinsprachen geregelt
Über den Bau von Minaretten ist nicht per Bundesgesetz / Abstimmung zu bestimmen, denn es handelt sich dabei um einzelne Bauvorhaben. Dafür gibt es Baugesetze und Gemeinden, deren Mitglieder/ Anwohner Einsprachen gegen das jeweilige Bauvorhaben erheben können.
Bauen findet immer in einem Kontext statt. Man kann auch nicht von Zürich aus bestimmen, das kein Kindergarten vor den Munot in Schaffhausen gebaut wird.
Ausserdem spiegelt das Stadtbild die Gesellschaft und ihre Bedürfnisse wieder, das war früher auch so. Städte, in denen es eine katholische Mehrheit gibt, sehen anders aus, als solche, in denen die Bevölkerung vermehrt reformiert ist.
Heutzutage würde wohl der Bau einer Frauenbadi nicht unbedingt angenommen, aber die Existenz einer solchen wiederspiegelt die Bedürfnisse einer gewissen Epoche.
Dorothee Hasnas, 9. Oktober 2009
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Die Initianten erreichen was sie wollen: eine riesige mediale Aufmerksamkeit.
Zusätzlich lenkt diese Diskussionen vom kontroversen Inhalt ab.
Spätestens seit der Tagesschau heute Abend hat diese Kampagne mehr Haushalte erreicht als es die Plakate in einzelnen Städten je könnten. Man sollte vielleicht einmal an diesem Punkt ansetzen.
Ausserdem lenkt die Debatte (zumindest momentan) vom Inhalt ab, der eine intensive Diskussion verdient hätte.
Jörg Klenk, 9. Oktober 2009
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«Je déteste vos idées mais je suis prêt à mourir pour votre droit de les exprimer» — Voltaire
Adrian Kellerkind, 8. Oktober 2009
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Verbieten oder nicht, das ist nun bereits egal. Denn die Initianten haben mit ihrer bewussten Provokation bereits die Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Es ist immer dieselbe Provokation – und es erstaunt mich darum nicht ein bisschen, dass die Initianten hinter der Minarett-Initiative dieses Plakat so gedruckt haben – und die Empörung nach der Provokation ist auch immer dieselbe.
Sind wir denn eigentlich blöd, dass wir uns das jedesmal so bieten lassen?! Ich sehe weder, wie die Annahme dieser Initiative unsere Integrationsprobleme lösen könnte, noch wie die Abwiegelungstaktik der Gegner den Problemen gerecht wird. Ok, vielleicht schaffen Sie es mit ihren Argumenten, die wohl etwas länger sind als "Islam = böse" nicht in die Medien, weil diese die Konfrontation mehr lieben als die Verständigung; denn Konfrontation = Aufmerksamkeit. Und da wären wir dann wieder bei uns selbst.
Oliver Peter, 7. Oktober 2009
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Die Plakate sind nicht in Ordnung, aber Herr Kreis Vorwurf an die SVP genauso wenig.
Herr Kreis Vorwurf an die SVP
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/-Nicht-der-Islam--sondern-die-SVP-ist-eine-Gefahr-fuer-die-Schweiz--12091488
Das bringt doch nichts. Dieses Provozieren-Diffamieren-Hinundher langweilt mich. Dabei geht es doch um eine wichtige Sache. Aber die Politiker und Eliten in unserem Land sehen das Thema alleine als Profilierungsbühne. Warum diskutieren wir nicht über den Kern des Problems, schauen wie man andernorts damit umgeht, lernen voneinander, wägen Lösungen ab – das alles tun wir einfachen Bürger, wenn wir im Alltag mit Problemen konfrontiert sind. Und in den meisten Gemeinden geht man auch so mit den Dingen um. Nur in der "grossen" Politik springt man sich immer wieder gleich gegenseitig an den Hals.
Claudia Michel, 7. Oktober 2009
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Meinungen aus Winterthur (gesammelt von plebs.tv)
Administrator, 7. Oktober 2009
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